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Trinkwasserhygiene – unser Ratgeber

Von der Gefährdungsanalyse über Legionellen bis zum Wasserenthärter

Bei der Trinkwasserinstallation spielt die Hygiene die wichtigste Rolle. Das bedeutet: Planung, Bau und Betrieb einer Trinkwasseranlage müssen so ausgerichtet sein, dass Bakterien oder Krankheitserreger, die die menschliche Gesundheit gefährden können, keine Chance haben.

Ein Blick in die Geschichte der Trinkwasseranlagen zeigt: das war nicht immer so. So brach beispielsweise Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg eine der gravierendsten Cholera-Epidemien des Landes aus, die weit über 8.000 Todesopfer forderte. Der Grund: schlecht aufbereitetes und verschmutztes Trinkwasser. In afrikanischen und asiatischen Ländern sind derartige Fälle leider auch heute noch durchaus verbreitet. In etwas abgeschwächter Form kennt man die Problematik aus dem Urlaub in südlichen Ländern. Nicht nur in Ägypten oder der Türkei, sondern auch in Spanien oder Portugal wird geraten: Wasser nicht aus dem Hahn nicht oder zum Zähneputzen verwenden. Wer es besser weiß, kann einen Großteil seiner wohlverdienten Ferien dann durchaus schon einmal auf der Toilette verbringen. Wissenschaftliche Forschungen und die daraus resultierende Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen der Trinkwasserhygiene und der menschlichen Gesundheit führten schließlich dazu, dass die Wasserversorgungsanlagen in Deutschland ausgebaut und optimiert wurden. Im Jahr 1930 wurde die DIN mit dem Titel „Technische Vorschriften für Bau und Betrieb von Grundstücksbewässerungsanlagen“ erstmalig veröffentlicht. In ihrer Urform hat sie heute noch Bestand, auch wenn sie über die Jahre vielfach überarbeitet und um EU-Normen ergänzt wurde.

Legionellen und Co. im Trinkwasser – so gefährlich sind die Erreger für unseren Körper

Eine ordnungsgemäße Trinkwasseraufbereitung ist deshalb so wichtig, weil sich ansonsten Mikroorganismen im Wasser bilden, vermehren und schließlich Schaden im menschlichen Körper anrichten.Die bekanntesten Trinkwasserbakterien sind hierbei:- Legionellen- E.coli Bakterien / Coliforme- Pilze- Pseudomonas aeruginosa (Grünspan)Vor allem Legionellen und E.coli Bakterien sind im Zusammenhang mit unsauberem Trinkwasser bekannt. Bei Legionellen handelt es sich um bakterielle Erreger, die Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Legionärskrankheit (bakterielle Lungenentzündung) bedingen. Von hohem Fieber und Schüttelfrost über Husten und Auswurf bis zu Erbrechen und Durchfall, ist das Krankheitsbild vielfältig. Wird nicht mit Antibiotika behandelt, verläuft die Krankheit in 15 % der Fälle sogar tödlich. Wasser bietet schon grundsätzlich die idealen Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen für Legionellen. Kommen dann noch verstärkende Faktoren wie beispielsweise große Rohrquerschnitte oder Wasserinstallationen mit großen Stagnationszonen und toten Strängen hinzu, sind die Erreger kaum noch aufzuhalten. E.coli Erreger hingegen verursachen vor allem massive Magen- und Darmprobleme. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind charakteristisch für das Bakterium, das eigentlich im Darm von Rindern Zuhause ist. Aber auch hier gibt es Ausnahmen vom typischen Krankheitsverlauf, die beispielsweise in Nierenversagen oder Hirn- und Nierenthrombosen münden können. Eine kompromisslose Trinkwasserhygiene ist daher alternativlos.

Die Trinkwasserverordnung

Die gültige Trinkwasserverordnung soll durch diverse Schutzmaßnahmen und regelmäßige Tests sicherstellen, dass Krankheitserreger und Bakterien keine Chance haben. Die Betreiber von Trinkwasseranlagen sind daher verpflichtet, mindestens einmal im Jahr entsprechende Proben zu entnehmen und testen zu lassen. Sobald die Keimbelastung – besonders die durch Legionellen – einen bestimmten Wert überschreitet, muss die Anlage sofort stillgelegt, untersucht und „saniert“ werden. Wichtig sind aber auch die gezielte Vorsorge bei Neuinstallationen sowie eine installationstechnische Sanierung bei Altanlagen. Hier sollte zwingend ein entsprechender Fachbetrieb zu Rate gezogen werden. Die Handwerker kümmern sich dann um die Durchführung entsprechender Maßnahmen wie beispielsweise den Einsatz von Rückspül-Schutzfiltern oder Sieben oder die Abtrennung von Totsträngen und Wassersäcken in Altbauten.

Trinkwasserhygiene selbst beeinflussen

Auch als Hausbesitzer kann man der Bildung und Verbreitung von Legionellen und anderen Erregern proaktiv entgegenwirken. Zum Beispiel durch Bekämpfung der Kalkablagerungen, die nämlich den idealen Nährboden für Bakterien darstellen. Und nicht nur das: sie fungieren auch als „Rückzugsort“ für die Bakterien. Bedeutet: Selbst wenn die Trinkwasseranlage desinfiziert wird, können Legionellen, die sich „versteckt“ haben, zurückbleiben und sich anschließend erneut vermehren. Kalkreduzierende Maßnahmen sind daher von großer Wichtigkeit. In diesem Zusammenhang sollte man wissen: Die Dosierung von Wasserenthärtern ist sowohl abhängig von der lokalen Wasserhärte als auch von der Temperatur. Unser Tipp: Kontaktieren Sie diesbezüglich einen Fachbetrieb für Wassertechnik. Mittels einer allgemeinen Gefahrenanalyse und dem entsprechend Know-how, können schnell effektive Maßnahmen zur Stabilisierung der Trinkwasserhygiene eingeleitet werden.